




Ein Sturm in der Nacht von Freitag auf Samstag zeigte seine verheerende Wirkung. Auf einem brachliegenden Gelände im Düsseldorfer Osten stürzt eine alte Lagerhalle ein. Seit Jahren verrottende 1000Liter Stahlbehälter mit Restbestände vom Insektizid Parathion, schlagen leck und fließen in die angrenzende Düssel. Unbemerkt kommt es über Nacht zu einer Ausbreitung im Stadtgebiet.
Am Samstagmorgen klagen die ersten Bürger über Geruchsbelästigung. Spaziergänger finden in der unmittelbaren Umgebung mehrere tote Tiere.
Umgehend werden erste Maßnahmen eingeleitet, die eine Stoffbestimmug und Lokalisierung des Ursprungs zur Folge haben. Um genaue Informationen über Konzentration und Ausbreitung zu erhalten wird ein Stab eingerichtet, der den Abschnitt Messen übernimmt. Überörtlich werden aus dem Regierungsbezirk Düsseldorf AC-Erkunder angefordert, um die beiden Erkunder aus Düsseldorf im Abschnitt Messen zu unterstützen.
Die 11 eingetroffenen Erkunder werden taktisch über das Stadtgebiet verteilt, um die Ausbreitung und damit ein Konzentrationsgefälle zu ermitteln.
Nicht einfach war die Aufgabe die für die Teilnehmer bei Erkunderübung am vergangenen Samstag gestellte wurde.
Eingeladen hatte die Löschgruppe Umweltschutz alle Erkunder aus dem Regierungsbezirk Düsseldorf. Die Teilnahme war rege und so kamen neun Erkunder, teilweise sogar von weiter her. Ziel der Übung war es, die Erkundung und Messung in fremdem Gebiet mit AC-Erkunder zu üben, sowie die technischen, logistischen und koordinatorischen Vorraussetzungen für einen solchen Abschnitt auszuloten. Der Führungsstab bestand zum großen Teil aus Kräften der Berufsfeuerwehr Düsseldorf, sowie nicht minder qualifizierten externen Personen, die sich dem Wagnis einer solchen Großübung stellten.
Um dem Führungsstab ein realistisches Szenario zu liefern, wurden die durchgeführten Messungen auf der Funkstrecke modifiziert. Somit konnte die Erkunderbesatzung, durch den ELW mit Realaufträgen versorgt, mit dem Equipment üben, ohne ein und dieselbe Messung ständig zu wiederholen.
Als Messpunkte waren 200 UTM Koordinaten ausgearbeitet worden, die vom Führungsstab den Erkundern frei zugeordnet und angefahren werden konnten. Die hierzu vorbereiteten Messergebnisse, ließen die Ausbreitung nach und nach kartographisch erkennen.
Dem Führungsstab waren bis auf die Rahmenbedingungen der Übung keine weiteren Vorgaben gemacht worden. Dieser wählte eine organisatorische Strukturierung ähnliche der Stabsarbeit. Umfangreiches Kartenmaterial, Meldezettel, Wetterhilfsmeldungen, sowie Nachschlagewerke standen zur Verfügung und fanden rege Verwendung.
Unterstützend wirkte die Löschgruppe Logistik, die an diesem Tag für Verpflegung sorgte, sowie am Funk mit ihrem ELW fleißig half.
Nach mehr als vier Stunden Messeinsatz, gab es nach kurzer Nachbesprechung, noch was vom Grill, um die verlorenen Kräfte zurückzugewinnen.
Zusammenfassend läßt sich sagen:
Die Übung war erfolgreich und für alle Teilnehmer interessant. Erkenntnisse, Fehler und Verbesserungsvorschläge die sich aus der Übung ergeben haben, werden in den nächsten Wochen weiter diskutiert und in das Messkonzept der Feuerwehr Düsseldorf einfließen.